[Brotbacken] Schnelles Weizenbrot, der perfekte Ausgleich in dieser plätzchenlastigen Zeit!



Ich liebe ja den Advent, mit allem Drum und Dran. Kerzen, Lieder, Gedanken über das anstehende Fest, Geschenke einpacken und nicht zuletzt Plätzchen backen. Nur kommt nach dem Backen für mich dann oft der Zuckerkater, da will ich nix Süßes mehr. Dann muss es gesund und herzhaft sein. Da hilft eine schöne Stulle immer und besonders eine mit selbstgebackenem Brot. Ich backe unser Brot mittlerweile fast komplett selbst. An gutes Brot taste ich mich seit Jahren heran. Sehr geholfen hat mir dabei das Brotbackbuchvon Lutz Geißler, der mit seinen Büchern und seinem Plötzblog das Thema Brotbacken so schön konsequent und leidenschaftlich angeht.


Der Spruch "Gut Ding will Weile haben" ist sicher beim Brotbacken entstanden, denn meist beginnt das Ganze schon einen Tag vorher. Ich wollte aber mal ein schnelles Brot und da habe ich ein schönes Rezept bei Lutz Geißler gefunden. Schnell ist dabei aber relativ, denn es gehen schon so viereinhalb Stunden für drauf. Ich backe es sehr oft und habe das Rezept mittlerweile ein bisschen angepasst, genauer den Mehlanteil verändert. Ich liebe das Brot, es ist köstlich und hält sich gut. Ich backe sonntags zwei davon (darauf ist das Rezept ausgelegt) und es reicht für uns Vier ungefähr fünf Tage.



Schnelles Weizenvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen
(abgewandelt nach einem Rezept von Lutz Geißler, Link s.o.)


Quellstück 

700 g Weizenvollkornmehl
200 g Weizenmehl Typ 1050
400 g Naturjoghurt (3,5%)
300 g Wasser (50°C)


Hauptteig

Quellstück
100 g frisch geröstete Sonnenblumenkerne
100 g Weizenmehl Typ 1050
15 g frische Hefe
20 g Salz 

Für das Quellstück das Wasser aufkochen und ein paar Minuten stehen lassen. Dann den Joghurt in eine Schüssel geben und mit dem Wasser verrühren. Im nächsten Schriit die beiden Mehle dazugeben und alles zu einem weichen bis mittelfesten Teig verkneten. Das geht sowohl mit den Händen als auch mit der Maschine. Lutz Geißler hat extra ein Brot kreiert für das man sich auch komplett auf die eigenen Hände verlassen kann. Ich nehme lieber die Küchenmaschine ;)
Abgedeckt eine Stunde quellen lassen. Danach die restlichen Zutaten hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Dieser Teig muss dann 90 Minuten gehen und er wird nach 30 und 60 Minuten auf einer leicht bemehlten Fläche gefaltet (HIER ist ein gutes Video dazu). Nach dieser Phase den Teig halbieren und langwirken (VIDEO), auch hier leicht die Arbeitsfläche bemehlen. Die Teigstücke werden dann mit einem Teigroller zweimal quer und einmal längs eingedrückt. Durch das Eindrücken wird der Teig natürlich länger und breiter. Ich schiebe ihn dann wieder vorsichtig etwas zusammen und lege ihn mit der eingedrückten Seite nach unten in einen runden bemehlten Gärkorb. Habt ihr den nicht, kann er auch ein einem bemehlten Tuch in einer runden Schüssel gehen. Abgedeckt gehen lassen (45 Minuten).
In der Zwischenzeit den Ofen ordentlich aufheizen auf 250 Grad, davon können gerne die letzten 45 Minuten Gare genutzt werden. Ich nehme dafür meinen Backstein und lege ihn auf einen Rost auf die unterste Schiene im Ofen. Nach 40 Minuten wird ein leeres Backblech, am besten die Fettpfanne, auf den Backofenboden geschoben und ein paar Minuten aufgeheizt. 
Dann die Brote auf einen Brotschieber stürzen und auf den Stein einschieben, Eine große Tasse Wasser auf das Backblech schütten und die Tür sofort schließen (Vorsicht heißer Dampf!). 
Die Temperatur auf 220 Grad reduzieren und ca. 45 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Tür öffnen, den Dampf ablassen (immer noch Vorsicht!) und das Backblech vorsichtig rausnehmen. 
Nach dem Backen die Brote gut auf einem Rost auskühlen lassen. Das Brot ist ein echter Allrounder, es ist perfekt für Marmelade, Käsebrot und so weiter und so weiter.




Viele liebe Grüße, Christina




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Kommentare

  1. hi,

    schön auch mal das Gesicht hinter dem Blog zu sehen zu bekommen!

    Brot, liest sich klasse, besonders dann wenn gerade nix zu Hause ist weil man es bei Oma vergessen hat...huiiiii! Naja, dann werde ich wohl meine Hände mit Mehl bestäuben und mal anfangen Brot zu backen...so schnell geht's natürlich nicht aber das Brot gefällt mir sehr gut und lädt mich zum Nachbacken ein.

    lg netzchen

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  2. Sieht toll aus das Brot und so ein Quellstück kannte ich noch nicht. Immerhin sah ich Lutz Geißler am Samstag bei Brotzeit in der Markthalle 9 in Berlin.
    LG schurrmurr

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  3. Das sieht sehr köstlich aus :) Yummy

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