Jeden Tag ein Buch [Anni kocht für Kinder]



Die zweite große Woche der Kochbücher hat begonnen! Und ich bin hochmotiviert, den ich habe mir einige Exemplare vorgenommen. Wirklich jeden Tag werde ich es nicht schaffen, aber es gibt mal wieder keinen Zwang dabei und so gehts jetzt also frisch ans Werk! 
Den Anfang macht das kleine Kochbuch Anni kocht für Kinder (Nieschlag/Wentrup, Aschendorff Verlag, 2012). Ich habe es mir vor gut einem Jahr gekauft, weil ich gerne ein nettes Kochbuch mit Kinderrezepten wollte und mir das Buch Anni kocht in Münster ganz gut gefallen hatte. 








Die Rezepte sind in neun Kategorien aufgeteilt:
Frühstück
Unterwegs
Gemüse
Fleisch
Fisch
Pasta
Backen: Herzhaft & Süss
Süssspeisen
Nachtisch

Dann gibt es noch ein Register, das aber lediglich die Gericht in alphabetischer Reihenfolge nochmal auflistet (das hätte ich mir ja gespart).

Ok, nun die Rezepte! Im Vorwort wird auf die verschlechterten Essgewohnheiten eingegangen (Essen zu kalorienreich, ungesunde Fette, zu viel Zucker) und auf die Tatsache, dass diese Ernährung ein Leben lang prägt. Das Buch möchte demnach Alternativen bieten, die leicht umsetzbar sind und auch ernährungsphysiologisch gut abschneiden - also gutes Fett, nicht zu viel Zucker und ausreichend Vitamine und Mineralstoffe.
Da gibt es zum Beispiel ein Knusper-Müsli, eine Orangen-Möhren-Suppe, Ketchup, Schnitzel, Paprika-Pizza oder Marmeladen-Muffins. 
Zu jedem Rezept gibt es ein Bild, was ich ja immer sehr wichtig finde und die Bilder sind sehr schön, machen Appetit und es ist schön, das Buch gemeinsam mit den Kindern durchzublättern und was Schönes rauszusuchen. Und es gibt neben den tollen Bildern auch viele schöne Rezepte. 




Es gibt viel mit Gemüse und Obst und viele fleischlose Gerichte, die sicher vielen Kindern auf Anhieb gefalle werden. Die Gerichte sind schnell fertig und wirklich einfach, oft wichtig im stressigen Familienalltag.

Es gibt aber auch ein ABER und zwar finde ich, dass der Gesundes-Kinderessen-Anspruch leider nicht immer konsequent umgesetzt wurde. Nun bin ich keine Ökotrophologing und in Sachen Ernährung sicher nicht päbstlicher als der Pabst, aber ich muss doch auch Kritik üben im Hinblick auf das große Ziel. Das will ich mal an zwei kleinen Beispielen verdeutlichen: 

Der Nudel-Strudel: Nudelteig wird gefüllt und aufgerollt wie ein Strudel. Dafür nimmt man einen Nudelteig aus dem Kühlregal, 1 Stange Lauch, gekochten Schinken und jede Menge tierisches Eiweiß und Fette (Sahne, Milch, Schmand, geriebenen Käse). Es gibt keinen Hinweis, dass bspw. eine Salatportion dazu sinnvoll wäre. Das sind keine guten Fette, das sind zu viele Fette und das sind zu wenig Vitamine und Mineralstoffe! Dann ein fertiger Nudelteig mit ordentlich Zusatzstoffen, das ist keine gute Kinderernährung. 
Und einen Nudelteig zu machen und zu einer großen Platte auszurollen, wäre ein Leichtes gewesen und zudem eine tolle Gelegenheit, Kinder zu zeigen wie einfach solche Dinge zu machen sind, die wir sonst nur fertig kaufen. 
In einem anderen Rezept soll fertiger Vanillejoghurt genommen werden. Angesichts des Hinweises am Anfang des Buches, dass Kinder den ursprünglichen Geschmack von bestimmten Gerichten gar nicht mehr kennen, weil sie nur noch die fertige Variante essen, finde ich gekauften Vanillejoghurt schlicht Quatsch.

Wie gesagt, nicht päbstlicher...usw, aber wenn man sich mit mit einem Kochbuch gute, gesunde Kinderernährung vornimmt, sollte man solche Gerichte mit anderen Zutaten bestreiten. 
Viele andere Gerichte sind ausgewogener und augenscheinlich gesünder, aber es gibt auch solche wie beschrieben und das gibt eben Punktabzug. 
Insgesamt ist es trotz der Kritikpunkte ein schönes Buch und eine gute Inspiration für Menschen, die für und mit Kinder kochen wollen.


 

Viele liebe Grüße, Christina






Kommentare

  1. Hallo liebe Christina,
    das Buch schaut ja klasse aus, genau das, was ich noch suche! Kommt gleich auf meinen Wunschzettel, vielen Dank für die tolle Vorstellung :-)

    Liebe Grüße, Tanja

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